Christine Brückner: "Jauche und Levkojen"

Das Hörbuch "Jauche und Levkojen" hat mich bereits nach wenigen Minuten in seinen Bann gezogen. Es ist ein Portrait der Zeit zwischen 1. und 2. Weltkrieg, der Blick richtet sich dabei auf Preußen zwischen Berlin und Pommern (und unterscheidet sich damit deutlich von Feuchtwangers "Erfolg", einem durch und durch bayerischen Werk - ebenfalls in der Bücherei erhältlich).

Hauptfigur ist Maximiliane von Quindt, geboren 1918 auf dem Gut Poenichen. Um sie herum spannt Christine Brückner eine eindringliche Geschichte über den Zeitgeist und die Verhältnisse der Zwischenkriegszeit und bis zum Ende des 2. Weltkrieges, den Maximiliane mit ihren Kindern (den leiblichen und einem "Kuckuck", wie sie das Mädchen nennt) in Berlin erlebt, auf der Flucht.

Sprecherin Eva Matthes liest das Hörbuch mit angenehmer, ruhiger Stimme.
"Jauche und Levkojen" ist der erste Band der Poenichen-Trilogie von Christine Brückner, mit der die Autorin einem großen Publikum bekannt wurde.
Hörenswert für alle, die gute Geschichten lieben und gerne in die Geschichte eintauchen, ohne belehrt werden zu wollen.